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Nr. 2 – 2021 Kennen Sie eigentlich ...?

Nr. 2 – 2021 Kennen Sie eigentlich ...?

Dirk Lindemann

Direktor Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

Mein Arbeitsplatz ist dort, wo ich mich gerade aufhalte: an einem Flexdesk an den BIT-Standorten, im Co-Working-Space, bei unseren Kunden oder seit der Covid-Pandemie auch im Homeoffice. Wenn ich einmal ein paar ruhige Momente brauche, etwa, um Dokumente zu bearbeiten, nutze ich die dafür geschaffenen Rückzugsorte. Sitzungen finden vermehrt per Skype oder MS Teams statt und ich arbeite papierlos. Deshalb ist der geografische Standort irrelevant. Meinen Computer und mein Smartphone habe ich immer im Rucksack dabei. 

Seit wann und weshalb arbeiten Sie beim BIT?

Nach langer Tätigkeit in der Privatwirtschaft habe ich im Januar 2013 in die Bundesverwaltung gewechselt und war zunächst für die ESTV als CIO und Vizedirektor Ressourcen tätig. Bereits zu dieser Zeit lernte ich das BIT gut aus der Kundenperspektive kennen, was mir zugutekam, als ich im Juni 2019 den Posten des Direktors ad interim übernahm. Per 1. Dezember 2019 wurde ich vom Bundesrat schliesslich zum Direktor des BIT ernannt.
Die Gesellschaft steht vor einem grossen Wandel, welcher stark von der Digitalisierung aller Lebensbereiche geprägt wird. Entsprechend stark verändern sich auch die öffentliche Verwaltung und die dahinterliegende Informatik. Das BIT zu einer zukunftsfähigen, agilen Organisation als Motor der Digitalisierung umzubauen, hat mich besonders angesprochen. Zusammen mit den Verwaltungseinheiten (unseren Kunden), den verschiedenen IT-Akteuren der Bundesverwaltung, aber auch mit anderen IT-Organisationen im In- und Ausland treibe ich diesen Umbau voran und leiste damit einen wichtigen Beitrag zur digitalen Transformation der Schweiz. Das macht meine Arbeit enorm spannend. 

Wie erklären Sie Ihren Kindern was Sie tun?

Ich führe über 1200 Spezialistinnen und Spezialisten, die sich um den Grossteil der IT und der Telekommunikation einer der grössten Arbeitgeberinnen der Schweiz kümmern. Dazu gehört das Betreuen von ca. 34‘000 Arbeitsplatzsystemen, rund 6‘000 Servern und etwa 440 Fachanwendungen. Jährlich führen wir dabei ca. 150‘000 Aufträge aus – von Kleinaufträgen bis zum IT-Grossprojekt.
Trotz dieses Umstandes war unser Arbeitsalltag für Aussenstehende bisher wenig greifbar. Das hat sich mit der Corona-Pandemie geändert: Mit der SwissCovid-App und dem Covid-Zertifikat kommen nun Millionen von Menschen mit unseren Leistungen und Projekten in Berührung.

Woran merken Sie, dass Sie älter werden?

Dass ich älter geworden bin, merke ich vor allem an meinen Kindern: Erst eben waren sie noch klein und nun sind sie erwachsen. Da fragt man sich schnell, wo die Zeit geblieben ist.  Auch im beruflichen Umfeld fällt mir das immer wieder auf: Das BIT bildet viele junge Talente aus. Erst kürzlich feier­ten 22 Lehrabgängerinnen und -abgänger ihren Abschluss. Da komme ich kaum umhin zu denken, dass diese jungen Leute die Zukunft sind und ich schon fast zur Vergangenheit gehöre.

Wie sorgen Sie persönlich für Ihre Zukunft vor?

Ich habe mir schon früh Gedanken über meine Altersvorsorge gemacht und versucht, die Deckungslücken in der Pensionskasse so gut wie möglich zu schliessen. Auch die Säule 3a ist hier ein bedeutendes Element. Mit den anhaltenden Negativzinsen und im Zuge der Pandemie ist mir zudem mein Zuhause wichtiger geworden. Es fungiert neu auch als Arbeitsplatz. Daher investiere ich vermehrt in die Erneuerung und Verschönerung meines Hauses und des Gartens. Für die Zeit nach der Pensionierung hoffe ich, dass man wieder normal und unkompliziert in andere Länder reisen kann. Ich war beruflich viel in Europa, in Afrika und im Nahen Osten unterwegs, ich habe da fast nur den Flughafen, das Hotel und das Büro gesehen. Ich freue mich darauf, mir genug Zeit nehmen zu können, diese Länder auch aus der Perspektive des Touristen zu erleben. 

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