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Nr. 2 – 2020 Wenn ich einmal pensioniert bin ...

Nr. 2 – 2020 Wenn ich einmal pensioniert bin ...

Therese Sägesser-Meyer

Leiterin Human Resources & Finanzen Parlamentsdienste

Therese Sägesser-Meyer

Leiterin Human Resources & Finanzen Parlamentsdienste

Wenn ich einmal pensioniert bin ... Die Anfrage von PUBLICA diesen Satz weiterzudenken und etwas dazu zu schreiben, traf mich mitten in all meinen Terminen, dringenden Geschäften und einem Berg zu erledigender Pendenzen. Vielleicht hat es aber genau diese Anfrage gebraucht, um meine Gedanken für einmal in eine ganz andere Richtung zu lenken. In eine Richtung, die ich wahrscheinlich in 8 oder 9 Jahren einschlagen werde. Der genaue Zeitpunkt meiner Pensionierung ist für mich noch offen; auch die Frage, ob ich vorzeitig in Pension gehen werde oder allenfalls sogar länger arbeiten möchte. 

Ich gehöre nicht zu jenen Personen, die ihr Leben minutiös planen. Aus diesem Grund kann ich heute noch nicht über detaillierte Pläne für die Zeit nach meiner Pensionierung berichten. Einen Wunsch habe ich allerdings. Er begleitet mich seit meiner Jugend. Ich hatte immer die Vorstellung, einmal alle vier Landessprachen der Schweiz sprechen zu können. Nachvollziehen konnten es jeweils nur wenige Personen, wenn ich gesagt habe, Deutsch, Französisch und Italienisch habe ich mehr oder weniger gut sprechen gelernt, nun möchte ich noch das Rätoromanische anpacken. Was willst du denn damit und überhaupt, welchen Dialekt willst du denn lernen? Das waren jeweils die Reaktionen. Doch ich bin überzeugt, manchmal muss man etwas machen, auch wenn einen niemand versteht und es vielleicht auch keinen triftigen Grund dafür gibt. Der Zufall wollte es, dass ich auf eine Ausschreibung von Ferienkursen der Fundaziun de Planta in Samedan gestossen bin. Dieser Zufall hat dann auch über den für mich nun relevanten Dialekt entschieden. Es ist das Puter, welches im Oberengadin gesprochen wird. In der Zwischenzeit habe ich zwei Intensivkurswochen absolviert und dabei nebst vielen Wörtern und Grammatik auch die romanische Kultur etwas kennengelernt.

Ich bin noch weit davon weg, mich mit Einheimischen im Oberengadin in ihrer schönen Muttersprache unterhalten zu können. Ich weiss jetzt aber, dass das Rätoromanische eine Sprache ist, die mir sehr gut gefällt und für die es sich lohnt, die Schulbank zu drücken und Wörter zu büffeln. Und genau das nehme ich mir für die Zeit nach meiner Pensionierung vor. Mein Ziel, einmal alle vier Landessprachen sprechen zu können, will ich dann definitiv erreichen. Und bis dahin bleibt es halt wohl bei vorbereiteten Sätzen, um wenigstens in der furnaria il paun in rätoromanischer Sprache einzukaufen.

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