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Nr. 2 – 2019 Wenn ich einmal pensioniert bin ...

Nr. 2 – 2019 Wenn ich einmal pensioniert bin ...

Fabio-Mario Balzan

Jurist
Eidgenössische Zollverwaltung EZV

Fabio-Mario Balzan

Jurist, Eidgenössische Zollverwaltung EZV

Ich werde in letzter Zeit von Verwandten, Freunden, Kollegen und Bekannten immer öfters gefragt, wie lange ich noch bis zur Pensionierung arbeiten müsse. Dies hat mich am Anfang ein wenig irritiert. In der Zwischenzeit habe ich dazu eine andere Einstellung gewonnen. Obwohl ich mich mit 59 Jahren immer noch recht gesund und fit fühle und an meiner Arbeit als Jurist bei der Eidgenössischen Zollverwaltung in Bern nach wie vor Spass habe, musste ich mir doch eingestehen, dass mein heutiges Berufsleben in wenigen Jahren zu Ende gehen wird.
 
Die Leidenschaft für die Juristerei teile ich seit über 30 Jahren mit meiner Ehefrau, die als selbstständige Juristin im Sozialversicherungsbereich in Lugano tätig ist. Zusammen mit ihr habe ich bereits angefangen, Pläne für die Zeit danach zu schmieden. Es ist mir nämlich beim Gedanken, dass ich nach der Pensionierung den Puls der Zeit verlieren könnte, d. h. nicht mehr zu den aktiven Berufsleuten zu gehören und mit diesen nicht mehr auf Augenhöhe mitreden zu können, bange. Vielleicht muss ich mir aber eher eingestehen, dass dahinter vielmehr die Angst vor der zeitlichen Begrenztheit des Lebens und schlussendlich vor dem Tod steht.
 
Als hilfreiche Unterstützung für den Übergang zu diesem neuen Lebensabschnitt, der zusehend näher rückt, ist meiner Ansicht nach die Auseinandersetzung mit philosophischen Aspekten des Lebens unerlässlich. Denn nur die Philosophie und die daraus gewonnene Weisheit erlauben es dem Menschen, ein sinnvolles Leben zu führen und die alltäglichen, manchmal schweren Geschehnisse des Lebens mit einem gewissen Abstand zu betrachten. Ich persönlich richte mich daher nach dem Motto Buddhas, wonach du morgen sein wirst, was du heute denkst.
 
Neben der Pflege des Geistes ist für mich mit zunehmendem Alter auch diejenige der körperlichen Fitness unabdingbar. Vorausgesetzt man hat mit der Gesundheit ein wenig Glück, ist für ein erfülltes Leben – gleichwohl vor oder nach der Pensionierung – die sorgsame Pflege beider Dimensionen unerlässlich. So sehe ich mich nach der Pensionierung nicht nur mit meiner Lieblingsliteratur an meinem Rückzugsort in Lugano, sondern auch mit dem Frönen diverser sportlicher Aktivitäten in den Tessiner und Engadiner Bergen, dem gelegentlichen Navigieren auf dem Luganersee sowie mit der Gestaltung meines Gartens beschäftigt.
 
Zuletzt, aber nicht weniger wichtig möchte ich das Ganze mit meiner Familie und vor allem mit meiner Ehefrau teilen.

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