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Nr. 2 – 2018 Kennen Sie eigentlich ...?

Nr. 2 – 2018 Kennen Sie eigentlich ...?

Giovanni Conti

Direktor Bundesamt für Informatik und
Telekommunikation (BIT)

Giovanni Conti

Direktor BIT

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

Mein Computer und mein Smartphone sind mein Arbeitsplatz. Ich habe kein eigenes Büro, auch keinen festen Arbeitsplatz. Ich teile mit der Geschäftsleitung an unseren zwei Standorten einen Landeplatz, an denen wir arbeiten, wenn wir nicht in Sitzungen sind. Das ist auch der informelle Treffpunkt, an dem man uns findet. Wichtig ist mir, an beiden Standorten gleich häufig präsent zu sein. Wenn ich ruhige Momente zwecks Dokumentbearbeitung brauche, arbeite ich gelegentlich auch von zu Hause aus. Da ich papierlos arbeite, ist dabei der geografische Standort irrelevant. Wenn ich mich mit Kollegen in einem Skype Call mit Desktop Sharing treffe, ist die Frage, ob ich im anderen Gebäude, zu Hause oder im Ausland an einer Konferenz bin, irrelevant.

Seit wann und weshalb arbeiten Sie beim BIT?

Ich arbeite seit August 2011 beim BIT. Zuvor war ich im privaten Sektor tätig, in den 90er-Jahren im internationalen Umfeld, danach in verschiedenen Funktionen bei der Swisscom. Im Rahmen des Rekrutierungsprozesses zur Anstellung beim BIT wurde mir sehr trans­parent aufgezeigt, dass das BIT vor grossen Herausforderungen in verschiedenen Dimensionen steht: in der Leistungsqualität gegenüber den Verwaltungseinheiten, in der Kooperation mit den verschiedenen IKT-Organisationen der Bundesverwaltung wie z.B. dem Informatiksteuerungsorgan Bund (ISB) und nicht zuletzt auch in der internen Zusammenarbeit. Die Aufgabe, hier einen Beitrag zur Verbesserung zu leisten, fand ich sehr ansprechend, auch im Wissen, dass dies ein steiler Weg sein würde.

Wie erklären Sie Ihren Kindern (Ihren Freundinnen und Freunden), was Sie tun?

Ich führe etwas über 1000 Spezialisten, die sich um den grössten Teil der IT und der Telekommunikation für die etwa 25'000 Benutzer der ganzen zivilen Bundesverwaltung kümmern. Das BIT betreibt ca. 30'000 Computer mit etwa 500'000 installierten Softwares, 6000 Server mit über 500 kleinen und grossen Programmen in zwei grossen Rechenzentren und führt jährlich über 60'000 Gross- und Kleinaufträge aus. Da meine Kinder und Gesprächspartner selber Smartphones und Computer benutzen, sind diese Zahlen hilfreich, um den Unterschied zwischen ihren Einzelcomputern und den industriellen Mengen, mit welchen wir umgehen müssen, aufzuzeigen. Ich ergänze diese Zahlen gerne mit folgendem Bild: Eine Mitarbeiterin, die einen neuen Computer erhält, geht davon aus, dass sie genau die richtigen zwölf Anwendungen darauf installiert erhält. Mein Team muss also haar­genau wissen, wer welche dieser 500'000 Anwendungen auf welcher Maschine braucht. Über Soft­wareentwicklung erzähle ich in der Regel weniger, weil dieses Thema weniger zugänglich ist.

Woran merken Sie, dass Sie älter werden?

Früher fragte man meine Kinder, ob sie die Kinder von Herrn Conti seien. Heute fragt man mich, ob ich der Vater von Max, Inès oder Fabio sei. Das Rad dreht und das ist gut so. Bei der Arbeit versuche ich, mich durch die Lernenden dauernd inspi­rieren zu lassen, damit ich geistig so jung wie möglich bleibe. Und das macht mir Spass.

Wie sorgen Sie persönlich für Ihre Zukunft vor?

Meine Zukunft ist vorerst mal die Zukunft meiner Familie und besonders meiner Kinder, denn ihnen gehört die Zukunft. Ich versuche, sie auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen, damit sie für ihren eigenen Weg im Leben gerüstet sind. Was mich selber betrifft, lerne und übe ich, vermehrt in der Gegenwart zu leben und aus dem jetzigen Moment das Beste zu machen. Denn morgen werden die Dinge ohnehin anders aussehen, als ich sie heute planen würde. Ich habe so viele Interessen und Hobbys, dass ich nicht befürchte, dass es mir nach dem Berufsleben langweilig würde. Und natürlich beobachte ich mit Interesse die Entwicklungen meiner Vorsorge.

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