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Nr. 2 – 2017 Kennen Sie eigentlich?

Nr. 2 – 2017 Kennen Sie eigentlich?

Philippe Richard

Direktor Eidgenössisches Institut für Metrologie METAS

Philippe Richard

Direktor METAS

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

Mein Arbeitsplatz ist ein Büro mit einem grossen Besprechungstisch und einem Pult, an dem ich sowohl sitzend als auch stehend arbeiten kann. An der einen Wand hängt ein Bild mit farbigen Blumen. Selbstverständlich sind auch das Messen und die Tätigkeiten des METAS präsent: Neben einem alten Widerstandsnormal, einer alten Präzisionswaage und Referenzgewichten findet sich auch ein Bild der Wattwaage, einem der Experimente zur Neudefinition der Einheit Kilogramm. Seit Kurzem symbolisiert ein Plakat das Internationale Einheitensystem (SI), die weltweit verbindliche Basis für das Messen.

Seit wann und weshalb arbeiten Sie beim Eidgenössischen Institut für Metrologie METAS?

Ich arbeite seit 20 Jahren beim METAS. Begonnen hatte ich als Leiter des Labors Masse, das sich mit der Realisierung und Weitergabe der Einheit Kilogramm befasst. Später übernahm ich die Leitung einer Sektion, dann einer Abteilung. 2007 wurde ich zum Vizedirektor ernannt und 2012 zum Stellvertretenden Direktor. Seit anderthalb Jahren leite ich nun das METAS mit seinen rund 200 Mitarbei­tenden.

Wie erklären Sie Nahestehenden, was Sie tun?

Oft muss ich zunächst darauf hinweisen, dass Metrologie nichts mit dem Wetter zu tun hat, dass sie nicht mit Meteorologie verwechselt werden darf. Metrologie ist die Wissenschaft und Technik des Messens. Das METAS steht im Dienste des Messens für die Schweiz. Es realisiert unter anderem die Referenzmasse der Schweiz, sorgt für deren internationale Anerkennung und gibt sie in der erforderlichen Genauigkeit weiter. So stellt es der Wirtschaft und der Gesellschaft die messtechnische Grundinfrastruktur zur Verfügung. Mit seinen Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung und seinen Dienstleistungen schafft das METAS die Voraussetzungen dafür, dass in der Schweiz mit jener Genauigkeit gemessen werden kann, die für die Belange von Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft erforderlich ist. Im Alltag kommt jeder von uns täglich mit Metrologie in Berührung, sei es beim Einkauf von Gemüse, beim Füllen des Tanks oder während einer medizinischen Behandlung.

Woran merken Sie, dass Sie älter werden?

Seit Kurzem benötige ich eine Brille, um am Bildschirm oder bei schlechter Beleuchtung lesen zu können. Für jemanden, der bis jetzt nie eine Brille tragen musste, war das mit Anstrengung und einer Zeit der Anpassung verbunden. Während einer kurzen Übergangszeit habe ich sogar weniger Bücher gelesen als vorher, weil mir das Tragen der Brille so unangenehm war.

Wie sorgen Sie persönlich für Ihre Zukunft vor?

Meine Persönlichkeit und meine Hand­lungen sind im Allgemeinen auf die Zukunft ausgerichtet. Ich bin in der Lage, mich sehr schnell an Veränderungen anzupassen, sowohl im Beruf als auch im Privatleben. Die Selbstachtung und die Wertschätzung der anderen stellen für mich das beste Rezept dar, um vollständig in der Gegenwart zu leben und gleichzeitig bereit zu sein für die kommenden Herausforderungen.

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