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Nr. 1 – 2021 Editorial

Nr. 1 – 2021 Editorial

Doris Bianchi

Direktorin

Liebe Leserin, lieber Leser

Ihre Vorsorge liegt mir am Herzen. Seit letztem November bin ich neue Direktorin von PUBLICA. Damit kehre ich zu den Pensionskassen zurück, zu einem Thema, das ich bereits als Kind am Küchentisch aufgeschnappt habe. Wer wie ich in den 80er-Jahren aufgewachsen ist, mag sich auch daran erinnern, als die Pensionskassen 1985 obligatorisch wurden. Für meine Eltern wie für viele andere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war dies ein sozialer Fortschritt. Die Lohnabzüge, die damit einhergingen, belasteten zwar das Familienbudget. Aber dank den hinzukommenden Beiträgen ihrer Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie den Zinserträgen, können nun meine Eltern im Alter finanziell abgesichert leben.

Die berufliche Vorsorge hat sich seither weiterentwickelt. Und schafft immer wieder neuen sozialen Fortschritt. So auch aktuell. Seit dem 1. Januar 2021 können ältere Arbeitnehmende bei Stellenverlust sich freiwillig bei ihrer Pensionskasse weiter versichern lassen. Bisher folgte bei einer Kündigung auch der Austritt aus der Pensionskasse. Neu können Versicherte, welche ab einem Alter von 58 Jahren ihre Stelle verlieren, auch bei PUBLICA weiter versichert bleiben. PUBLICA bietet eine weitergehende Flexibilität, indem der versicherte Verdienst tiefer angesetzt werden kann, was tiefere Beiträge zur Folge hat.

Besonders am Herzen liegt mir die Vorsorge von Frauen. Hier sind Weiterentwicklungen nötig. Denn Frauen erhalten rund 37% weniger Rente als Männer. Den «Gender Pension Gap» beobachten wir auch bei PUBLICA. Während im Jahr 2020 die ausbezahlte Rente für Männer im Durchschnitt bei 3416 Franken pro Monat lag, betrug jene der Frauen 2283 Franken. Die Geschlechterdifferenz bei der Altersrente hängt primär mit der unterschiedlichen beruflichen Entwicklung zusammen. Frauen, die sich hauptsächlich um die Familie kümmern und über längere Zeit nicht erwerbstätig sind oder in Teilzeit arbeiten, erhalten nur geringe Leistungen aus der beruflichen Vorsorge. Zudem stelle ich häufig ein mangelndes Interesse vieler Frauen an finanziellen Themen fest, so auch an ihrer eigenen Pensionskassensituation. Um das Interesse für die berufliche Vorsorge unter den bei PUBLICA versicherten Frauen zu wecken, wird unser Magazin künftig eine neue Rubrik beinhalten. Unter «BVG: Frauen sorgt vor!» werden Sie einfache Erklärungen und konkrete Tipps finden, wie Sie Ihre Vorsorge verbessern können.

Herzblut stecke ich wie alle PUBLICA-Mitarbeitenden in die Gewährleistung der finanziellen Stabilität Ihrer beruflichen Vorsorge. Das Jahr 2020 war geprägt von der Covid-19-Pandemie. Viele Menschen ertrugen gesundheitliche Leiden und noch mehr Menschen sind mit finanziellen Sorgen konfrontiert. Diese angespannte Situation schlug sich jedoch nicht auf die Finanzmärkte nieder. Daher kann PUBLICA ein unerwartet erfreuliches Jahresergebnis präsentieren. Mit ihrem Gesamtvermögen von über 42,5 Milliarden Franken erzielte PUBLICA eine Jahresperformance von 4,2%. Damit konnte sich auch der Deckungsgrad von 104,1 auf 106,6% verbessern. Eine umsichtige Anlagetätigkeit, die sich mit den nachhaltigen Auswirkungen für das Klima, die Umwelt und den Menschen befasst, bleibt auch im Jahr 2021 anspruchsvoll. PUBLICA ist gut gewappnet, diese Aufgabe zu meistern.

Herzlich, Doris Bianchi

Pensionskasse des Bundes
PUBLICA

Eigerstrasse 57
3007 Bern
Schweiz

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