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Nr. 1 – 2019 Kennen Sie eigentlich?

Nr. 1 – 2019 Kennen Sie eigentlich?

Pascal Strupler

Direktor Bundesamt für Gesundheit

Pascal Strupler

Direktor Bundesamt für Gesundheit

Wie sieht IhrArbeitsplatz aus?

Kleinere Sitzungen sowie Dossierstudium erledige ich an der Stirnseite eines wunderbaren langen, schwarzen Sitzungs­tisches, den ich von meinem Vorgänger übernommen habe. Ich schätze es, genügend Platz zu haben für Dokumente und PC. Mails lese und schreibe ich an einem kleinen höhenverstellbaren Pult stehend. Ich wechsle sehr gerne regelmässig vom Sitz- zum Steh-Arbeitsplatz. Stundelanges Sitzen ist Gift für den Rücken. Es kommt auch regelmässig vor, dass ich für kurze Gespräche ins Büro von Mitarbeitenden gehe. Bewegung und Abwechslung ist mir sehr wichtig. Und die ist in meiner Arbeit gegeben: Sitzungsräume sind im ganzen BAG-Gebäude verteilt. Sitzungen finden auch auswärts beim Departementsvorsteher statt oder im Haus der Kantone, im Bundeshaus oder in anderen Ämtern. Es kommen Vorträge hinzu und Konferenzen oder aber Reisen im In- und Ausland. Der Arbeitsplatz ist dann gerade da, wo ich bin. Manchmal auch zuhause.

Seit wann und weshalb arbeiten Sie beim Bundesamt für Gesundheit?

Ich arbeite seit Januar 2010 beim BAG. Ich hatte das grosse Glück, schon zuvor in der Bundesverwaltung spannende und herausfordernde Aufgaben zu übernehmen, als Mitarbeiter der Eidgenössischen Steuerverwaltung, des BAWI - das heutige seco -, als Sektionschef im Integrationsbüro, als Persönlicher Mitarbeiter von Bundesrat Pascal Couchepin und Generalsekretär des EDI. Alles Aufgaben, die mich, von der Kommunikation über Freihandelsverhandlungen, über die Bilateralen mit der EU, dann als Vermittler, Berater und Führungskraft geschult haben. Diese «Lehre» und das Beziehungsnetz haben mich für meine jetzige Tätigkeit gerüstet. Als Generalsekretär des EDI habe ich mich sieben Jahre lang auch mit der Gesundheitspolitik befasst, wenn auch in wesentlich geringerem Mass als heute. Die Herausforderung ist beträchtlich, aber die Komplexität und das Ausmass der Aufgaben steigert die Lust, mehr zu verstehen und stets nach Lösungen zu suchen.

Wie erklären Sie Ihren Freundinnen und Freunden, was Sie tun?

Die meisten meiner Bekannten wissen, dass ich etwas mit den steigenden Krankenkassenprämien zu tun habe – und haben die Grosszügigkeit, mich dafür nicht verantwortlich zu machen –, mit Arzt- und Spitalkosten und mit der Präven­tion, mit gesundem Leben, Krankheit, Krankenversicherern und allgemein mit Stakeholdern und ihren gegensätzlichen Interessen. Bleibt zu erklären, dass das Amt Vorlagen vorbereitet für die Gesundheitspolitik, sich mit 600 engagierten Mitarbeitenden um rund 25 Bundesgesetze kümmert, vom parlamentarischen Vorstoss, über Botschaften zu Verordnungen. Und dies in einem weiten Spektrum – vom Strahlenschutz über das Epidemien-, das Transplantations-, Humanforschungs-, Tabakprodukte-, Medizinberufe- sowie das Kranken- und Unfallversicherungs­gesetz. Und ein paar andere mehr.

Woran merken Sie, dass Sie älter werden?

An den Jahrgängen neuer Mitarbeitender auf den Arbeitsverträgen, welche ich unterschreibe. An etwas mehr Gelassenheit … und an der Tatsache, dass die PUBLICA mich um ein Interview bittet!

Wie sorgen Sie persönlich für Ihre Zukunft vor?

Nun, passiv über die Lohnabzüge zuhanden AHV und Pensionskasse, aber auch mit frei­willigen Beiträgen und Ersparnissen. Als aktive Vorbereitung auf das Leben nach der Arbeit betreibe ich Sport und bewege mich viel. Ich schwimme, fahre Rad und wandere. Die Gesundheit ist wohl das nachhaltigste Kapital, welches man in die Zeit nach dem Arbeitsleben mitnimmt. Vor Überraschungen ist man nie gefeit, doch einiges kann man für seine Gesundheit schon tun. Auch wenn neben der Arbeit wenig Zeit dafür bleibt.

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