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Nr. 1 – 2018 Kennen Sie eigentlich?

Nr. 1 – 2018 Kennen Sie eigentlich?

Bernard Lehmann
Direktor Bundesamt für Landwirtschaft

Bernard Lehmann

Direktor Bundesamt für Landwirtschaft

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

Mein Arbeitsplatz ist sehr vielfältig. Er besteht aus meinem sehr schönen Büro auf dem Campus Liebefeld, das ich im März 2018 beziehen durfte, und vielen anderen Orten, an denen ich mich fast mehrheitlich aufhalte: Das sind Sitzungszimmer hier im Campus Liebefeld, Orte der Besprechungen mit unserem Departementsvorsteher oder dem GS sowie externe Orte für Sitzungen und Auftritte. Mein Büro ist auch ein Besprechungszimmer, aber auch ein begehrter Rückzugsort für mich. Es vermittelt eine gewisse Geborgenheit, so dass ich in Ruhe arbeiten kann.

Seit wann und weshalb arbeiten Sie beim Bundesamt für Landwirtschaft?

Seit bald sieben Jahren. Ich kam 2011 von der ETH Zürich, wo ich während 20 Jahren eine Professur für Agrarökonomie innehatte. Der Wechsel war fachlich nicht sehr gross, in anderen Dimensionen jedoch schon: etwa der starke Fokus auf die Schweiz, längere geordnete Prozesse und vor allem die grosse Exposition gegenüber den Interessengruppen. Für einen ehemaligen Forscher ist es spannend, das gleiche Thema nicht nur theoretisch zu behandeln, sondern auch in den politischen Prozess zu bringen. Für mich ist es zudem spannend, mit unseren Mitarbeitenden – unseren Fachpersonen – zusammenzuarbeiten. Unser Amt hat auch viel mit Agrarforschung zu tun, weil die Forschungsanstalt Agroscope unserer Verwaltungseinheit angehört. Da fühle ich mich auch zu Hause.

Wie erklären Sie Ihren Angehörigen, Ihrem Freundeskreis, was Sie tun?

Es ist oft so, dass man vieles aus den Zeitungen erfährt. Agrarpolitik kostet viel Geld, die Bauern haben eine starke Lobby, sie pflegen zwar die Landschaft, verursachen aber auch Umweltschäden. Ich bin daher schnell mit der Frage konfrontiert, wieso macht ihr nichts, dass das ändert. Ich versuche jeweils, diese Fragen in den globalen Kontext zu stellen und die Beziehungen zwischen Ernährungssicherheit, Umwelt, Kosten, Ernährung und Gesundheit aufzuzeigen. Davon lässt sich dann ableiten, was man global tut, um eine nachhaltigere Situation zu bekommen. Dies auch im Lichte eines weiter steigenden Konsums. So gesehen wirken die laufenden Reformen der Schweizer Agrarpolitik zielführend und teilweise auch fortschrittlich. Es ist klar, dass man noch viel tun muss, um eine nachhaltigere Nahrungsmittelproduktion zu erreichen, die es den Bauern auch ermöglicht, attraktive Einkommen zu erwirtschaften. Das ist eine grosse Herausforderung für alle.

Woran merken Sie, dass Sie älter werden?

Ich habe das bereits zu meiner ETH-Zeit bemerkt: Jedes Jahr hat der Altersabstand zu den Studierenden um ein Jahr zugenommen. Dafür hat auch mein Erfahrungsschatz zugenommen. Hier in Bern merke ich es beispielweise, wenn ich die Geduld etwas schneller verliere als früher. Älter werden heisst – dank der Erfahrung – mehr in Zusammenhängen denken zu können und einen schärferen Sinn für das Machbare zu haben. Das ist oft sehr nützlich, das erspart Enttäuschungen und macht wirksam.

Wie sorgen Sie persönlich für Ihre Zukunft vor?

Dies hat für mich mehrere Dimensionen, die Familie, die Freunde, die Gesundheit und das Materielle. Für das Letztere bin ich seit 1991 bei PUBLICA. Die Vorsorge ist sehr wichtig, ermöglicht sie doch das Rentenalter aus materieller Sicht nicht zu fürchten. Ebenso wichtig sind die anderen nicht materiellen Dinge. Ich treibe Radsport und nehme mir – trotz wenig Freizeit – Zeit für Familie und Freunde. Zudem habe ich meine internationalen Beziehungen aufrechterhalten, ein Terrain, auf dem ich mich später wieder mehr bewegen möchte.

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